Erotik – Literatur, Bildbände, im Web

Erotik, Leidenschaft, Liebe – diese Themen beschäftigen die Menschheit seit ihrem Bestehen. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich jedoch das Bild immer wieder gewandelt. Waren im 17. Jahrhundert noch mollige, runde Frauen der Inbegriff des Gesunden, Schönen, so dominieren heutzutage schlanke und magere Frauen die Medien- und Verlagswelt. Auch die Möglichkeit, erotische Darstellungen zu betrachten, hat sich entscheidend verändert.

Erotik – was ist das?
Bei der Erotik (altgriechisch: eros, Liebe) handelt es sich um die sinnlich-geistige Zuneigung zu einem anderen Menschen. Es wird zwischen Liebe und Sexualität unterschieden. Im Alltag jedoch wird diese Unterscheidung selten vollzogen. Erotik wird hier mit Sexualität gleichgesetzt. Dabei muss es nicht ausschließlich der nackte Körper sein, der erotische Signale aussendet. Mimik, Sprachmelodie, Körperhaltungen und Gerüche üben eine ebenso erotische Anziehungskraft aus. Es sind die leisen Töne, die sich in das Unterbewusstsein drängen.

Erotik in anderen Bereichen
Der erotische Faktor ist auch aus den Künsten nicht wegzudenken. Seit jeher haben die Motive Liebe und Leidenschaft die Maler, Schriftsteller und Fotografen bewegt. Bereits im Altertum und in der Antike hatten erotische Abbildungen ihren Platz. Auch aus dem Mittelalter sind erotische Zeugnisse überliefert. Diese stammen oftmals aus dem Volk und enthalten sinnlich-bäuerlich geprägte Alltagsituationen und -ereignisse. Erst mit dem Erfinden des Buchdrucks konnten sexuelle Bilder massenhaft verbreitet werden.
In der Literatur ist das erste große Zeugnis erotischer Anspielungen in der Bibel zu finden. Dann folgten Jahrhunderte, in denen Erotik nicht offen publiziert wurde. Erst mit dem “Dekameron” von Giovanni Boccaccio rückte die erotische Literatur wieder ins Bewusstsein der Leser.
Bei der Fotografie verhält es sich nicht anders. Die ersten Bilder gingen noch unter der Hand über den Ladentisch. Inzwischen existiert eine Vielzahl an geschmackvoll inszenierten Bildbänden in wechselnden Formaten. Die Aufnahmen können farbig als auch in schwarz-weiß sein.
Mit dem Aufkommen des Internets setzte eine wahre Revolution ein. Sexuelle Bilder, Schriften, Tonträger und Videos sind nun für alle Menschen mit Internetzugang sichtbar geworden. Dies erfordert für jeden einzelnen aber auch einen besonderen Umgang, der speziell vor Missbrauch schützen soll.