Erotik im Web

Unüberschaubare Angebote
Seit der Existenz des Internets hat auch die Verbreitung von erotischen Inhalten stark zugenommen. Niemals zuvor war es so einfach, an Aktfotos und Videos heranzukommen. Damit steigt natürlich auch die Gefahr des Missbrauchs. Eltern stehen hier in der Pflicht, den jugendlichen Nachwuchs entsprechend zu informieren.
Die Seiten mit erotischem Inhalt sind unüberschaubar geworden. Sie variieren von Fotos mit künstlerischem Inhalt über Aktfotos bis hin zu handfesten Pornodrehs.
Die Internet-Pornografie lockt mit Anonymität, ständiger Verfügbarkeit und sie lockt immer wieder auch mit scheinbar kostenlosen Angeboten. Nicht selten stellen sich diese Angebote bei näherer Betrachtung als Lockvogel dar, um in weiteren Schritten den Nutzer zur Kasse bitten zu können.
Einen regelrechten Anstieg verzeichnete die Amateurpornografie. Nun werden die erotischen Inhalte nicht mehr ausschließlich von professionellen Darstellern und Produzenten ins Netz gestellt. Auch Amateure haben nun freien Zugang und können eigene Filme oder Fotos hochladen und für alle sichtbar machen. Nicht wenige Seiten bieten spezielle Vorlieben wie Fetisch, Gruppensex oder Masturbation an.

Geteilte Meinungen
Immer wieder wird von Seiten einzelnen Politiker oder anderer Einflussträger versucht, die Verbreitung von pornografischen Seiten im Internet einzuschränken. Einige Stimmen behaupten, dass mit dem Auftreten des Internets eine zunehmende Verrohung in der Gesellschaft einhergehen würde. Interessant dagegen: Studien in den USA haben gezeigt, dass signifikant weniger Vergewaltigungen seit dem massiven Vorhandensein von pornografischen Bildern, Videos und Tonträgern aufgetreten sind. Als Ursache wird vermutet, dass die Erotik im Internet bei den Nutzern bereits das sexuelle Bedürfnis befriedigt.

Unterschiede zwischen den Geschlechtern
Im Jahre 2006 nutzten weltweit 40 Millionen Menschen die Internetpornografie. Der Großteil der Nutzer ist dabei männlich (72 Prozent). Interessant ist, dass Frauen und Männer gleichen Erregungsmustern folgen. Atmung und Herzschlag verändern sich bei Stimulation. Die Genitalien werden stärker durchblutet. Auch die Aktivität im Gehirn verändert sich bei Männern und Frauen ähnlich. Jedoch es gibt auch Unterschiede. So bevorzugen Frauen jene Darstellungen, die eine Identifikation und Projektion ermöglichen. Frauen achten auch auf die Handlung des Films. Männer neigen zur Objektivierung der gezeigten Personen. Die Handlung interessiert sie ebenfalls eher selten.